Unsere Lagen

Auf rund 12 Hektar​

des umliegenden Anbaugeländes von Brauneberg und seinen Nachbargemeinden wachsen und gedeihen unsere Weine.

Kontrolliert niedrige Erntemengen, eine strenge Auswahl des Lesegutes (alle Trauben werden von Hand geerntet und sortiert) sowie eine besonders schonende Traubenverarbeitung ohne mechanische Belastung,garantieren höchste Qualität.

Steillagen

Neben dem Markenzeichen unseres Weingutes, der Lage Brauneberger Juffer, gehören auch Parzellen in den alten Traditionslagen Kestener Paulinshofberg, Piesporter Goldtröpfchen, Wintricher Geierslay und Oligsberg, Mülheimer Sonnenlay, Veldenzer

Grafschafter Sonnenberg sowie Dhroner Hofberg, aus denen wir unsere besten Rieslinge und Pinot Noirs erzeugen.

Unser Stolz

Brauneberger Juffer

Exposition

Südhang

Bodenart

blau – graubrauner Schiefermischboden, teils mit Sand- und Kieseleinlagerungen

Steillagen

80°

Rebsorten

Riesling

Von Thomas Jefferson über Theodor Fontane bis ins englische Königshaus ist die Brauneberger Juffer der Inbegriff für Rieslinggenuss auf höchstem Niveau! Napoleon zählt die Lage zu den Perlen an der Mosel. 

 

Der Name Juffer entstand um 1790, als die drei unverheirateten Töchter (Juffern) des Kurpfälzischen Kammerherrn Wunderlich im Brauneberg Wein anbauten. Seit dieser Zeit wurde der Wein aus dieser Steillage -Brauneberger Juffer- ein begriff für Weinkenner in der ganzen Welt. Der Name Brauneberger Juffer stand und steht für hochwertige Spitzenweine, die weit über unsere Grenzen bekannt sind. In alten Weinversteigerungslisten und Chroniken findet man den Brauneberger Juffer stets unter den edelsten Rieslingweinen wieder.

 

Die Weinlage Juffer ist ein reiner Südhang aus blaugrauem Devonschiefer mit Steigungen bis zu 80 % und umfast heute ein Areal von ca. 31 ha. Als Juffer-Sonnenuhr wird das 10 ha große Teilstück, das sich um die Sonnenuhr erstreckt, bezeichnet. Früher errichtete man Sonnenuhren nur in reinen Südlagen mit optimaler Sonneneinstrahlung.

 

Die Steillagen Brauneberger Juffer und Juffer-Sonnenuhr entwickeln ein Mikroklima der besonderen Art. Im August 1998 wurde in der ARD- Wetterstation von Jörg Kachelmann, die sich in dieser Lage befindet, die höchste, jemals in Deutschland gemessene Tagestemperatur von 41,2 ° C festgestellt.

 

Will man in der Brauneberger Juffer Wein erzeugen, ist dies ausschließlich durch Handarbeit möglich. Durch die manuelle Ausführung der Stockarbeiten kann man individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Rebstockes eingehen. Jede Flasche Riesling aus der Brauneberger Juffer wird mit allergrößter Sorgfalt und mit Liebe zum Detail erzeugt!

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Hektar
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JAHRESREGEN
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DURCHSCHNITTSTEMPERATUR
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REBSORTEN

Unser Stolz

Kestener Paulinshofberg, Paulinsberg & Herrenberg

Exposition

Südosthang

Bodenart

silbergrau Schieferboden

Steillagen

45°

Rebsorten

Riesling

Paulin war ein so genanntes Kollegiatstift, eine Gemeinschaft von Stiftskanonikern. Im Gegensatz zu Mönchen in Klöstern gehören diese keiner Ordensgemeinschaft an. Sie leben an einer bestimmten Kirche, in diesem Falle St. Paulin in Trier und sind für den Unterhalt der Kirche, d.h. die Gottesdienste, Vermögensverwaltung und ähnliches zuständig. Meist waren die Pauliner Stiftsherren adelig und lebten in den Stiftskurien, die heute noch teilweise rund um St. Paulin erhalten sind. Ein weiteres bekanntes Stift war St. Simeon, die Porta Nigra. Davon übrig ist der Simeonstift, der heutige Brunnenhof. Im Gegensatz zu Mönchen behalten Stiftsgeistliche ihr Vermögen und können das Stift frei verlassen, da es kein Gelübde gibt. St. Paulin gehörte zu den bekanntesten und reichsten Stiften und dort Stiftsherr zu werden war eine Ehre und mit Einkünften verbunden. Benannt ist St. Paulin nach der dem heiligen Paulinus oder Paulin geweihten Kirche, die ja heute noch existiert . Paulinus war von 346 bis 353 Bischof von Trier, stammte aus Aquitanien, also passenderweise der Gegend um Bordeaux und starb in Phrygien, heute Türkei, im Exil. Seine Reliquien liegen in der Kirche in Trier. Ebenso wie Klöster wurden diese Stifte von weltlichen Herrschern mit Vermögen ausgestattet, oft mit Grund und Boden. Der Paulinshof wurde dem Trierer Stift im 10. Jahrhundert vom ostfränkischen König Heinrich I. geschenkt, die Urkunde datiert aus Heinrichs Todesjahr 936. Mit dem Hof verbunden war neben Rechten wie Zehntrechten etc. auch die ihm zugehörigen genannten Wingerten. o So steht es im Standardwerk „Das Erzbistum Trier von Franz-Josef Heyen. Unter anderem ist von vier Picturas (Pichter) Weinbergen in Casteneith (Kesten) die Rede. Von daher erklären sich die Namen, die es ja auch identisch andernorts, bspls. in Kasel an der Ruwer gibt, von alleine. Herrenberg bezieht sich auf die Stiftsherren, die Kanoniker des Stiftes Paulin und ist ein häufiger Flurname. Bis heute ist der „Häär“ im Moselfränkischen die Bezeichnung für einen Kleriker. Die Stiftsherrlichkeit endete mit der Aufhebung der Klöster und Stifte durch die Franzosen 1803. Die Franzosen zogen solche Besitztümer als Staatseigentümer ein und versteigerten sie an Privatleute. So entstanden die meisten heutigen Weingüter. Die Flurnamen blieben aber die alten.

Unser Stolz

Piesporter Goldtröpfchen & Treppchen

Exposition

Südhang

Bodenart

silbergrauer Schieferverwitterungsboden

Steillagen

55°

Rebsorten

Riesling

Historie und Wissenswertes: Bereits im vierten Jahrhundert wurden die spektakulären Schiefersteilhänge, die hier bis zu 200 Meter in die Höhe ragen, von den Römern bepflanzt. Schon der berühmte Dichter und Prinzenerzieher am Hofe des Kaisers, Ausonius, fasste, den genius loci erkennend, 371 das hier anzutreffende unvergleichliche Panorama stellvertretend für das gesamte Flusstal in seiner “Mosella“ in Worte.

Zuvor waren bereits in keltischer Zeit Teile dieses imposanten Hanges, der sich wie ein Amphitheater von Südwesten über Süden nach Südosten hin öffnet, kultiviert worden.

Bereits im frühen Mittelalter, im Jahr 777, belegt eine Urkunde, dass einige Piesporter Weinberge der Benediktinerabtei in Prüm geschenkt wurden. Dieses Dokument ist das älteste schriftliche Zeugnis für Weinbau an der Mosel im frühen Mittelalter.

Seit dem 15. Jahrhundert wurde hier Riesling als Rebsorte angepflanzt. Er ist seit dem 18. Jahrhundert durch die Verordnung des Kurfürsten Clemens Wenzeslaus aus dem Jahr 1786, wonach überall in seinem Staat Rieslingreben zu setzen seien, fest in dieser Spitzenlage der Mittelmosel verwurzelt.

Später wurde die Lage in der bereits erwähnten Preußischen Weinbaukarte in der Version von 1868 als “Klasse 1 – Lage“ geführt.

Ein weiterer schriftlicher Beleg für die Güte der Weine aus dieser Gemarkung stammt ebenfalls aus dem Jahre 1868. Damals verkaufte ein Winzer aus Piesport ausweislich eines Kellerbuchs aus dem Jahre 1875 insgesamt dreizehn Flaschen 1868er Piesporter Goldtröpfchen zum Preis von 6 Mark je Flasche nach Berlin.

Neben seiner Exposition profitiert das Goldtröpfchen vom Hügel des flussabwärts gelegenen Nachbarortes Minheim, der vor kalten Ostwinden schützt sowie von den bewaldeten Kuppen oberhalb der Rebflächen, die nachts kühle Luft ausatmen und so die Schwankungen zwischen Tages- und Nachttemperaturen erhöhen, was zur verstärkten Aromenbildung in den Trauben beiträgt.

Unser Stolz

Wintricher Geierslay & Oligsberg

Exposition

Südhang

Bodenart

stark mit Quarzit und Eisen durchsetzter, purpurfarbener Schieferboden

Steillagen

55°

Rebsorten

Riesling

Historie und Wissenswertes: Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts hatte die renommierte Trarbacher Weinhandelsfamilie Böcking, die unter anderem auch durch Aktivitäten im Bergbau zu erheblichem Wohlstand gelangt war, in diesem malerischen Seitental im Zuge der Säkularisierung von napoleonischen Beamten Weinbergsbesitz erworben. Dazu gehörten neben wesentlichen Teilen der benachbarten Lagen Ohligsberg und Großer Herrgott auch die fünf Hektar große Lage Geierslay, die sich im Alleinbesitz der Böckings befand.

Zusätzlich unterhielt die Familie auch ein landwirtschaftliches Gut oberhalb des Wintricher Tales. Dieser im Distrikt Kasholz liegende Bauernhof wurde zur Erzeugung von Agrarprodukten bewirtschaftet. Er diente aber auch der Produktion von Mist, der über schmale Waldwege mit Karren in die Geierslay gebracht und dort als Dünger in die Weinberge eingebracht wurde.

Zu diesem Gut zählte zudem eine eigene Windmühle, die über ein Gesteinsmahlwerk verfügte, welches der Zerkleinerung des Schiefergesteins diente. Zu diesem Zweck wurde der Schiefer erst in der Geierslay gebrochen, über steile Passagen zur Mühle gekarrt, dort gemahlen und in pulverisierter Form in die Weinberge zurücktransportiert, wo er an Ort und Stelle als eine Art zusätzlicher “Mineraldünger“ der Erde zugeführt wurde. Dieser gigantische Kraftaufwand unterstreicht den enormen Stellenwert der Lage zur damaligen Zeit

Anfang des 20. Jahrhunderts gingen auch die Wintricher Geierslay und die umliegenden Besitzungen durch Einheirat von den Böckings in die Weingutsfamilie Adolf Huesgen, einer weiteren bedeutenden Weinhandelsdynastie in der damaligen Weinhandelsmetropole Traben – Trabach, deren Vorfahren 1735 vom Niederrhein an die Mosel eingewandert waren, über.

In der Preußischen Weinbaukarte als Klasse 1 – Lage bewertet, gehörten die Gewächse aus der Geierslay lange Zeit zu den teuersten an der Mosel. Bei etlichen Versteigerungen Ende des 19. Jahrhunderts wurden nicht selten die bekanntesten Weinlagen der Mosel von diesem etwa fünf Hektar großen Areal in den Schatten gestellt.

Unser Stolz

Dhroner Hofberg

Exposition

Südhang

Bodenart

graubrauner Mischschiefer

Steillagen

65°

Rebsorten

Riesling

Historie und Wissenswertes: Diese hochwertige, steile Südlage liegt in einem idyllischen Seitental zur Mosel entlang des Flüsschens Drohn. Hier werden heute auf nahezu 85 Hektar Reben angebaut. Bereits zu römischer Zeit war das Tal mit Reben kultiviert. Ihre Bedeutung zeigt sich auch darin, dass viele Parzellen sich schon im Mittelalter im Besitz geistlicher Herren, Klöster oder Stifte befanden.

Karl Heinrich Koch befand in seinem bekannten, 1897 veröffentlichten Buch “Moselwein – Zu Lob und Preis des Moselweins“, zur dieser Lage: “Den Schluss [von Neumagen], aber einen glorreichen, machen die Weinberge im Seitenthale der Thron… “. Und: “Der Throner Hofberg steht unter den Moselmarken von Ruf, und nicht unbedeutend ist der Weinbau des Dorfes Thron auf mehr als 300 Morgen.“ Die Lage war bereit zuvor in der erwähnten “Clotten – Karte“ als Lage der Klasse 1 eingestuft worden.

Unser Stolz

Wehlener Sonnenuhr

Exposition

Südosthang

Bodenart

Blauer Schiefer

Steillagen

45°

Rebsorten

Riesling

hat einen nach Süden bis Südwesten ausgerichteten Hang und befindet sich auf einer Höhe von 110 bis 195 Metern über dem Meeresspiegel. Der überwiegend blaue Schieferboden speichert tagsüber die Wärme und gleicht in kälteren Nächten die Temperatur aus, was eine Reifung der Trauben auch in kühleren Jahrgängen gewährleistet. Die Mosel reflektiert zudem das Sonnenlicht auf die Reben und trägt den kalten Wind flussabwärts.